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3 Methoden zur Entkoffeinierung von Kaffee

Entdecken Sie die faszinierende Welt des koffeinfreien Kaffees, wo Sie lernen werden, wie das Koffein entfernt wird, während Aromen und Geschmacksstoffe erhalten bleiben. Dieser Artikel behandelt auch Gesundheitsfragen und die Umweltauswirkungen, die mit diesen Methoden verbunden sind. Tauchen Sie ein in die Geschichte und Zusammensetzung des koffeinfreien Kaffees, um diese koffeinfreie Alternative besser zu verstehen und sich mit ihren Feinheiten vertraut zu machen.

Wenn Sie eine Tasse koffeinfreien Kaffee genießen, haben Sie sich jemals gefragt, wie das Koffein aus den Kaffeebohnen extrahiert wird? Nachdem ich meine eigenen Nachforschungen angestellt habe, stellte ich mir weitere Fragen: Ist koffeinfreier Kaffee sicher für den Verzehr? Welche Umweltauswirkungen haben die Entkoffeinierungsmethoden? In diesem Artikel werden wir diesen faszinierenden Prozess eingehend erforschen. Entdecken Sie die verschiedenen Techniken zur Koffeinentfernung, während Geschmacksstoffe und die charakteristischen Aromen des Kaffees erhalten bleiben.

Info
Es kann eine geringe Menge Koffein im koffeinfreien Kaffee verbleiben. Laut einer Studie können die Getränke noch zwischen 1 und 2 % Restkoffein enthalten, und in extremen Fällen bis zu 20 %.

Friedlieb Ferdinand Runge, ein deutscher Chemiker, gelang es 1820, reines Koffein aus Kaffee zu extrahieren. Er versuchte jedoch nicht, koffeinfreien Kaffee herzustellen, sondern wollte lediglich das Molekül untersuchen. Seine Arbeiten führten daher nicht zu einer kommerziellen Nutzung.

Das erste kommerzielle Entkoffeinierungsverfahren wurde von Ludwig Roselius im Jahr 1903 erfunden (patentiert 1906). Die Geschichte besagt, dass seine Kaffeebohnen, die versehentlich in Meerwasser getränkt wurden, einen Großteil ihres Koffeins verloren hatten, während ihr Geschmack erhalten blieb.

Als Mäzen unterstützte er mehrere Künstler wie Paula Modersohn-Becker oder Bernhard Hoetger.
Quelle Wikipedia

Allerdings verwendete seine ursprüngliche Methode Benzol, das heute als krebserregend anerkannt ist und zugunsten sichererer Verfahren aufgegeben wurde.

Bei allen Entkoffeinierungsprozessen werden die Kaffeebohnen vor der Röstung behandelt. Das Ziel ist es, ausschließlich das Koffein zu entfernen, ohne die anderen Aromastoffe zu verändern. Nun enthält Kaffee jedoch Hunderte von Molekülen, die zu seinem Geschmack beitragen, was diese Aufgabe besonders komplex macht.

Da Koffein eine polare, wasserlösliche Substanz ist, beruhen alle Methoden auf der Verwendung von Wasser. Da Wasser allein jedoch nicht selektiv ist, werden auch andere Verbindungen mitgerissen. Aus diesem Grund verwendet man Wirkstoffe wie Methylenchlorid, Aktivkohle, CO2 oder Ethylacetat, um gezielt das Koffein zu erfassen.

Alle Methoden werden auf ungeröstete Kaffeebohnen angewendet. Nach einem Dampfbad werden die Bohnen mit einem Lösungsmittel oder einer Flüssigkeit gespült, die das Koffein aufnimmt. Dieser Zyklus wird 8 bis 12 Mal wiederholt, bis ein den Normen entsprechender Gehalt erreicht wird:

  • 97 % weniger Koffein (amerikanische Norm)
  • 99,9 % nach Masse (europäische Norm)

Die ersten gefährlichen Lösungsmittel wurden durch Dichlormethan und Ethylacetat ersetzt.

  • Dichlormethan ist wirksam und verdunstet leicht, wird aber als leicht krebserregend eingestuft.
  • Ethylacetat, das manchmal aus der Fermentation von Zuckerrohr gewonnen wird, gilt als „natürlicher".

Kuriose Tatsache: Kaffee, der mit diesem Lösungsmittel behandelt wurde, wird manchmal als „natürlich entkoffeiniert" verkauft.
Quelle Maison du Café

Überkritisches CO2 ist heute eine moderne und effiziente Methode. Die Bohnen werden in einen Behälter gegeben, wo CO2 unter hohem Druck und Hitze selektiv das Koffein auflöst.

Das mit Koffein beladene CO2 wird anschließend in eine Absorptionskammer geleitet, wo es wieder gasförmig wird. Das Koffein wird herausgefiltert und das CO2 recycelt.

  • Vorteil: keine schädlichen chemischen Lösungsmittel.
  • Ergebnis: entkoffeinierte Kaffees guter Qualität, die weitverbreitet im Handel erhältlich sind.

Die schonendste Methode bleibt die Entkoffeinierung mit Wasser (manchmal auch „Swiss Water"-Verfahren genannt).

  • Die Bohnen werden in heißem Wasser eingeweicht.
  • Das Wasser wird durch Aktivkohle gefiltert, die das Koffein bindet.
  • Das mit Aromen angereicherte Wasser wird wieder zurückgeführt, um das Geschmacksprofil zu erhalten.

Das Ergebnis ist ein entkoffeinierter Kaffee, der die Aromen respektiert und bei Liebhabern sehr geschätzt wird.